10 Tipps für das perfekte Anschreiben

1. Dezember 2017

Der erste Eindruck ist entscheidend: dies gilt nicht nur für das Bewerbungsgespräch, sondern auch für Ihre Bewerbungsunterlagen mit welchen Sie sich in einem Unternehmen vorstellen. Der Blick jedes Personalmanagers fällt dabei zu allererst auf das von Ihnen gefertigte Anschreiben, welches demnach einen besonders hohen Stellenwert einnimmt. Erst danach müssen Sie mit einem lückenlosen tabellarischen Lebenslauf aufwarten. Wir von jobprofile haben für Sie 10 Tipps zusammengetragen, mit denen das Verfassen Ihres nächsten Anschreibens problemlos möglich ist.

1. Die Form bleibt das A und O

Vor der inhaltlichen Betrachtung Ihres Anschreibens sollten Sie die formalen Aspekte beachten. Das Layout, Format und der Aufbau müssen geregelten Normen und klaren Strukturen folgen.

Die meisten Arbeitgeber legen weniger Wert auf sprachliche Bewandtnis. Ihre Sätze sollten zwar sprachlich versiert, aber nicht zu kompliziert sein. Verwenden Sie keine Schachtelsätze; so verliert der Leser schnell das nötige Interesse.

Achten Sie darauf, dass Ihr Bewerbungsschreiben den Umfang von einer DIN A-4 Seite im Hochformat nicht überschreitet und zusammen mit dem Lebenslauf in einem einheitlichen Layout gestaltet ist.  Das heißt, dass Sie in allen von Ihnen verfassten Schriftstücken der Bewerbungsmappe auf eine allgemein geltende Schriftgröße, -farbe und –art zurückgreifen sollten, wobei die Betreffzeile hervorgehoben wird.

Der Aufbau eines Bewerbungsschreibens muss klar strukturiert und übersichtlich erscheinen. Statten Sie es an oberster Stelle mit allen wichtigen personenbezogenen Informationen aus, fügen Sie danach die Empfängerdaten, Ort- und Zeitbestimmungen und  die Betreffzeile hinzu. Anschließend folgt der in vier Themenblogs untergliederte Textteil, welcher eine Länge von zehn bis zwölf Zeilen nicht überschreiten sollte. Achten Sie bei Ihrer Unterschrift am Ende des Anschreibens darauf, nach Möglichkeit blaue Tinte zu verwenden – bei Online-Bewerbungen ist das Unterschreiben des Dokuments keine Pflicht.

An dieser Stelle ist es noch wichtig zu erwähnen, dass Sie in die Betreffzeile stets Bezug zum Grund der Bewerbung und der ausgeschriebenen Anstellung nehmen sollten. Geben Sie, falls vorhanden, eine Referenznummer an sowie die Quelle, auf die Sie Ihre Bewerbung beziehen.

Da Bewerber mit einem vorangegangenen Erstkontakt, ob telefonisch oder persönlich (beispielsweise im Rahmen einer Messe), meist bessere Chancen auf ein Jobangebot haben, empfiehlt es sich auch eine kurze Information über das Gespräch oder Telefonat mit Datum anzugeben.

2. Was ein Unternehmen Sich von Ihrem Bewerbungsschreiben erwartet.

Vor dem Lesen eines Anschreibens stellen sich dem Personalmanagement folgende Fragen:

  • Wieso und auf welche Art passt dieser Bewerber in unser Unternehmen?
  • Wie kann er sich einbringen?
  • Was qualifiziert Ihn für die ausgeschriebene Stelle und wieso könnte er eine wichtige Arbeitskraft in dieser bestimmten Abteilung darstellen?

Nach dem Lesen Ihres Bewerbungsschreibens sollte der Personaler alle diese Fragen positiv belegt beantworten können.

Dafür ist es den meisten Arbeitgebern wichtig, dass folgende Anforderungen an den Bewerber erfüllt sind; das Anschreiben muss verständlich formuliert sein und sich auf die für das Unternehmen wichtigen Fakten beschränken. Ein flüssiger Schreibstil wird vorausgesetzt, ebenso wie folgerichtige und zielorientierte Aussagen über sich und Ihre Fähigkeiten. Die Angaben über Ihre Motivationen und für die Stelle relevanten Qualifikationen liefert dem Arbeitgeber ein klares Bild über Ihre Persönlichkeit und entscheidet über die Glaubwürdigkeit Ihres Anschreibens. Es sollte ebenfalls erkennbar sein warum Sie persönlich denken, dass Sie für diesen Job am besten geeignet sind.

3. Heben Sie sich durch Stellenangebot orientiertes Schreiben von der Masse ab

Die von dem Unternehmen verfassten Stellenanzeigen liefern Ihnen wichtige Informationen für den Themenfokus Ihres Bewerbungsschreibens. Sie teilen sich in eine Aufgabenbeschreibung des Jobs und eine Liste der Anforderungen an die Bewerber. Der erste Teil wird allerdings oftmals von Bewerbern übergangen. Durch ein angepasstes Schreiben (auf die eigenen Qualitäten, welche Sie durch persönliche Erfahrungen erwarben) zeigen Sie ihre Befähigung der Erfüllung aller Aufgaben und machen Ihr Interesse am Job deutlich. Ergreifen Sie die Initiative und das Personalmanagement wird bemerken, dass Sie sich intensiv mit der Stelle und dem Unternehmen auseinandergesetzt haben.

Das Abgleichen der eigenen Fähigkeiten kann auch für Sie von großem Vorteil sein. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie ehrlich zu sich sind und bei fehlender Komptabilität von einer Bewerbung absehen. Das erspart Ihnen Zeit, in der Sie sich auf andere Angebote konzentrieren können.

4. Wie Sie mit Ihrer Einleitung punkten können

Zu einer guten Einleitung gehört die richtige Anrede. Wenden Sie sich direkt an Ihre Ansprechperson oder verwenden Sie beim Fehlen dieser eine universale Anrede wie: „Sehr geehrte Damen und Herren“.

Nichtssagende Phrasen sollten Sie von Anfang an vermeiden und stattdessen schon in Ihrem Einleitungssatz Emotionen und Interesse beim Leser wecken sowie Bezug auf Ihre aktuelle persönliche oder berufliche Situation und die ausgewählte Firma nehmen.

Wichtig dabei ist, dass Sie Ihr Anschreiben als Unikat erstellen, welches Sie als Individuum widerspiegelt. Vermeiden Sie zusammengewürfelte vorgefertigte Sätze aus bereits bestehenden Anschreiben – diese können maximal als Inspiration dienen. Nehmen Sie sich Raum für Ihre Einleitung und versuchen Sie nicht alle wichtigen Informationen in einen Satz zu quetschen. Dieser Teil Ihrer Bewerbung kann gut und gerne zwei bis drei Sätze umfassen.

5. Unterscheiden Sie zwischen Hard- und Soft-Skills

Im Hauptteil sollten Sie nun dazu übergehen Ihre Qualifikationen zu thematisieren.  An dieser Stelle ist es ebenso wichtig, sich an der Stellenanzeige zu orientieren. Die dort vermerkten Anforderungen an die Bewerber lassen sich in sogenannte Hard-Skills (Fähigkeiten und Qualifikationen, die Sie während Ihrer bisherigen Laufbahn sammelten) und Soft-Skills (von Ihnen entwickelte soziale und persönliche Kompetenzen) unterteilen.

Hard-Skills sind alle für den Job zwingend erforderlichen Qualifikationen. Darunter zählen beispielsweise jegliche Art der Ausbildung, sprachliche Kompetenzen und der Umgang mit speziellen technischen Anforderungen.

Während ein Fehlen spezieller Hard-Skills zum direkten Bewerbungsausschluss führen kann, sind Soft-Skills von geringerer Bedeutung. Allerdings sollten Sie mindestens die Hälfte der genannten Kompetenzen erfüllen, um eine Chance auf die Aufnahme in den weiteren Bewerbungsverlauf zu haben. Typische soziale und persönliche Eigenschaften sind: Eigenorganisation, Teamfähigkeit und Erfahrungen im Umgang mit Kunden, sowohl auf telefonischem als auch direktem Weg.

6. Weniger ist mehr: Wie Sie Ihre Soft-Skills richtig einsetzen

Personalmanager lesen täglich eine Vielzahl von Anschreiben in denen meist eine spezielle Konstante enthalten ist. Beinahe jeder Bewerber berichtet von seinen vermeintlich stark ausgeprägten persönlichen und sozialen Kompetenzen. Vermeiden Sie leere Phrasen, da sich Ihr zukünftiger Arbeitgeber erst von dem Wahrheitsgehalt Ihrer Aussagen überzeugen muss, kann eine übertriebene Selbstdarstellung schnell zu einem negativen Urteil führen. Es ist außerdem empfehlenswert von der Aufzählung allgemein gültiger Kompetenzen im sozialen und empathischen Bereich abzusehen und Sich nur auf die bereits gefilterten Soft-Skills aus dem Stellenangebot zu konzentrieren.

Weniger ist mehr! Setzen Sie Ihre herausstechenden Eigenschaften ein und belegen Sie diese nach Möglichkeit, um fundierte Argumente für Ihre Qualitäten liefern zu können.

7. Sorgen Sie für Ihre Glaubwürdigkeit

Besonders wichtig für ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben ist ein konkreter Beleg der in der Stellenanzeige geforderten Hard- und Soft-Skills. Dazu sollten Sie nur die Punkte auswählen, welche Sie besonders gut belegen können.

Eine geeignete Möglichkeit dafür ist die sogenannte STAR-Methode. Sie steht für „Situation-Task-Action-Result“ („Situation-Aufgabe-Aktion-Resultat“) und sollte von Ihnen zwar detailliert, aber gleichzeitig ohne Ausschweifungen befolgt werden.

  • Situation: In welcher exakten Situation befanden Sie sich beruflich oder privat?
    (Vermeiden Sie allgemeine Beschreibungen.)
  • Aufgabe: Welches Ziel wollten Sie erreichen, welche Aufgabe war zu lösen?
  • Aktion: Wie haben Sie sich verhalten, welche Maßnahmen wurden von Ihnen ergriffen?
    (Setzen Sie dabei in Teamarbeiten den Fokus auf die tatsächlich von Ihnen allein erledigten Aufgaben und schreiben Sie in der „Ich“-Perspektive.)
  • Resultat: Legen Sie die positiven Ergebnisse dar: Was haben Sie geleistet und gelernt?

8. Schaffen Sie einen persönlichen Bezug

Im Schlussteil Ihres Anschreibens sollten Sie klar zeigen, wieso sie diesen Job möchten und was Ihre Motivationen und Ziele sind. Überlegen Sie dabei genau, wieso Sie sich speziell für diese Stelle bewerben.

An dieser Stelle ist es wichtig, die Punkte zu nennen, die Sie bisher noch nicht erwähnt haben. Wichtig ist, dass Sie nicht auf Formulierungen der Stellenanzeige zurückzugreifen. Lassen Sie Ihre persönlichen Vorstellungen bezüglich Ihrer weiteren beruflichen Entwicklung einfließen und zeigen Sie, auf welche Art und Weise die angebotene Anstellung Ihre zukünftigen Pläne unterstützt und erfüllt.

9. Durch exakte Jobvorstellungen treten Sie selbstsicher auf

In einem optionalen Zusatzteil am Ende Ihres Bewerbungsschreibens haben Sie die Möglichkeit Informationen einzufügen, welche Ihnen als besonders wichtig erscheinen. Durch explizite Gehaltsvorstellungen, die Sie vor der Bewerbung gründlich recherchierten, zeigen Sie, dass Sie sich mit dem zukünftigen Job auseinandersetzten. Zudem ergreifen Sie Eigeninitiative und zeigen Ihre Fähigkeit der realen Selbsteinschätzung.

Die Angabe eines Einstellungstermins hilft Ihnen und dem Personalmanagement wichtige Informationen für die Planung der nächsten Schritte zu erlangen.

Sie befinden Sich derzeit noch in einer Anstellung? Dann nehmen Sie Ihr Recht auf einen Sperrvermerk wahr. Dieser verhindert, dass Ihr jetziger Arbeitgeber von der Bewerbung erfährt. Dazu müssen Sie nur einen Satz hinzufügen, in dem Sie um die vertrauliche Behandlung der Bewerbungsunterlagen bitten. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Ihre Ausdrucksweise nicht zu forsch oder fordernd wirkt. Ein möglicher Beispielsatz ist: „Ich befinde mich derzeit in einer ungekündigten Anstellung und bitte Sie daher, diese Bewerbungsunterlagen vertraulich zu behandeln.“

10. Last but not least: Der Abschlusssatz

Er dient zur Abrundung Ihres Anschreibens und verdeutlicht Ihre Bereitschaft zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch. Verzichten Sie an dieser Stelle auf die höflich erscheinende Konjunktivform, da diese schnell das Gefühl der Unsicherheit vermittelt. Nutzen Sie stattdessen die aktive Form „ich freue mich auf ein Bewerbungsgespräch“ und betonen Sie, welchen Gewinn Sie für die neue Arbeitsstätte darstellen.

Auch beim Abschlusssatz gilt die goldene Regel: Weniger ist mehr. Treten Sie höflich, aber bestimmt auf und distanzieren Sie sich von kriecherischen oder hochtrabenden Phrasen.

Kurz und prägnant für Sie zusammengefasst

Hier haben unsere Experten von jobprofile noch einmal die wichtigsten Fakten zusammengefasst, die Sie aus diesen Tipps mitnehmen sollten:

  • Halten Sie ihre Sätze kurz und verständlich;
  • Vermeiden Sie nichtssagende Phrasen zur Überbrückung;
  • Überschreiten Sie den Umfang einer DIN A-4 Seite nicht;
  • Erstellen Sie mit Ihrem individuellen Anschreiben ein Unikat, dass das Interesse der Leser weckt;
  • Stellen Sie in Ihrem Bewerbungsschreiben mehrmals den direkten Bezug zu dem Unternehmen und der neuen Anstellung her;
  • Werfen Sie einen Blick auf die Stellenbeschreibung – so können Sie das Aufgabenfeld und die an die Bewerber gestellten Anforderungen einbinden;
  • Vermeiden Sie nichtssagende Phrasen;
  • Ein aussagekräftiger Beleg Ihrer Fähigkeiten, Qualifikationen und Kompetenzen erhöht die Glaubwürdigkeit Ihres Bewerbungsschreibens;
  • Prüfen Sie, ob alle Hard-Skills der Ausschreibung von Ihnen erfüllt werden;
  • Setzen Sie bei der Auswahl der erwähnten Soft-Skills auf Qualität statt Quantität;
  • Treten Sie stets selbstsicher auf;
  • Zeigen Sie Ihrem Leser, dass Sie wahres Interesse an der ausgeschriebenen Stelle haben;
  • Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie bei derzeitiger Anstellung Ihr Recht auf einen Sperrvermerk nutzen;
  • Zeigen Sie Bereitschaft und legen Sie ein selbstbestimmtes Auftreten in Ihr Anschreiben.

Vergessen Sie eins nicht, wenn Sie selbst davon überzeugt sind alle Anforderungen für den Job zu erfüllen, können Sie auch andere mit Ihrer Persönlichkeit davon überzeugen.

Brauchen Sie Hilfe bei der Jobsuche? Wir helfen gerne!

Sind Sie derzeit auf Jobsuche? Dann können Sie unsere Tipps direkt bei Ihrer Jobsuche anwenden. Als Unternehmen ist es meist schwierig alle Bewerbungsunterlagen zu sichten und den geeigneten Kandidaten zu finden, unsere Personalberater helfen Ihnen dabei. Natürlich stehen wir von jobprofile für alle Bewerber und Arbeitgeber jederzeit telefonisch oder per Mail zur Verfügung.

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Diana Kullmann

Personalberaterin

jobprofile GmbH, Ostra-Allee 35, 01067 Dresden, Tel.: 0351-8295825, E-Mail: kullmann@jobprofile.de
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